Der Film Ludwig van stellt einen künstlerischen und zugleich kritischen Kommentar zum 200. Beethoven-Jubiläum 1970 dar. Während Kagel für die musikalische Ebene Beethovens Musik collageartig zusammensetzte und teilweise elektronisch bearbeitete, konnte Kagel für die Ausgestaltung der Filmszenen des ersten Teils, in dem ein fiktiver Beethoven seine Geburtsstadt Bonn besucht und dort mit seiner eigenen Allgegenwart konfrontiert wird, einige namhafte Künstler, wie Josef Beuys, Dieter Roth, Ursula Burghardt, Stefan Werwerka und Robert Filliou gewinnen. Im zweiten Filmteil werden wissenschaftliche Sendungen und Fernsehauftritte parodiert, u.a. durch Beteiligung von Werner Höfer und den Internationalen Frühschoppen.
Foto: Filmstill aus: „Ludwig van“ von Mauricio Kagel, winterandwinter.com